Auf immer und ewig
Stephanie tätowierte sich ihr Ausgangsgewicht von 130 Kilo auf den Arm
4 Croissants mit Nougatcreme oder zwei große Portionen Käsenudeln zum Frühstück rächen sich auf Dauer. Das musste auch Stephanie feststellen. Stattliche 130 Kilo brachte die junge Stundentin auf die Waage und es wurde ständig mehr.
Schon mehrmals hatte Stephanie den Entschluss gefasst, etwas gegen ihr Übergewicht zu tun, aber die Motivation fehlte. Immer wieder wurde die geplante Anmeldung im Fitnessstudio verschoben. Bis kurz nach Weihnachten: dann kam das dicke Ende. Die Bilder vom Familienfest haben Stephanie wachgerüttelt und ihr vor Augen geführt, dass sie jetzt die Reißleine ziehen muss. „Ich war 24 Jahre alt und wollte nicht mit 40 an Herzversagen sterben.“ Nach einem Probetraining bei McFit hatte Stephanie ein klares Ziel vor Augen: „Es galt 130 Kilo den Kampf anzusagen“.
„Plötzlich war alles möglich“
Bereits mit 15 versuchte Stephanie schon ihr Gewicht zu reduzieren und nahm an einer Abnehmkur teil. Aber der erhoffte Erfolg blieb aus. „Wissen über gesunde Ernährung und das Zusammenspiel mit Sport wurde kaum vermittelt. Wir bekamen das Essen nur vorgesetzt und wurden scheinbar planlos über das Gelände gehetzt.“
Die hart verlorenen Kilos waren schnell wieder drauf – gefolgt von unzähligen Weiteren. Mit der Anmeldung bei McFit änderte sich Stephanies Leben komplett. Von einer sportfaulen, unbeweglichen jungen Frau, mit wenig Selbstbewusstsein, entwickelte sie sich zu einem absoluten Sportfreak. Schwimmen, Inliner fahren, Joggen – mit den ersten purzelnden Kilos packte Stephanie der Ehrgeiz. „Plötzlich war alles möglich. Ich merkte, wie die anfänglichen Einschränkungen zunehmend verschwanden, und ich immer beweglicher wurde.“
Vom Sportmuffel zum Sportfreak
Mittlerweile ist Sport ein fester Bestandteil in Stephanies Leben. Drei Mal die Woche geht sie ins Fitnessstudio und bis zu vier Mal läuft sie längere Strecken. Ergänzt wird ihr intensives Sportprogramm durch zahlreiche Outdoor-Aktivitäten. Der Erfolg belohnt sie für die Mühen: sagenhafte 65 Kilogramm hat die 25 Jährige verloren und das in nur eineinhalb Jahren. Doch es ging nicht stetig bergab mit dem Gewicht. Es kamen immer wieder Phasen der Stagnation. „Es gibt immer mal Tage, an denen einfach nichts so wirklich läuft. Dann macht man einen Haken dran und startet am nächsten Tag wieder durch.“
Stephanie hatte ein großes Ziel vor Augen. Um das zu erreichen, braucht es wohl auch eine Portion Gelassenheit. Auf ihrem Weg haben sie ihre Freunde tatkräftig unterstützt, wobei einige auch eher neidisch auf Stephanies Erfolge reagiert haben. Dabei hatte sie schon früh in ihrer Jugend mit Hänseleien zu kämpfen und hat sich jede Anerkennung verdient. „Mir irgendwo ein Brötchen kaufen oder mich zu McDonalds reinsetzen, war einfach nicht mehr drin. Ich fühlte mich dabei schrecklich unwohl, weil ich stets im Kopf hatte, dass die Menschen um mich herum denken müssen: Frisst die Fette schon wieder! Diesen Spruch habe ich mit 14 Jahren mal zu hören bekommen, als mir eine Gruppe Jugendliche auf meinem Heimweg entgegen kam und ich mein Schulbrot dabei aß. Seither habe ich nicht mehr in der Öffentlichkeit gegessen.“
Weniger Gewicht, mehr Selbstbewusstsein
Mit dem Gewichtsverlust begann für Stephanie ein neues Leben. Jemals wieder so übergewichtig zu sein, kann sie sich nicht vorstellen. „Ich wiege mich regelmäßig und weiß genau, dass ich die Bremse reinhaue, sobald mein Gewicht eine von mir gesetzte Grenze überschreitet.“ Ihr persönlicher Motivationshelfer: ihr Tatoo. In römischen Buchstaben hat sich Stephanie ihr Ausgangsgewicht sowie das Datum ihres Diätbeginns tätowieren lassen. So erinnert sie sich immer an eine unangenehme Zeit, die sie so schnell nie wieder erleben möchte. „Die Freiheit, in einen Laden zu gehen und die Kleider kaufen zu können, die mir gefallen, möchte ich nie wieder aufgeben.“
Stephanies persönliches Trainingsprogramm
Stephanies persönlicher Geheimtipp: ein ausgedehntes Ganzkörpertraining und mindestens 100 Crunches pro Trainingseinheit! Und natürlich die richtige Ernährung: „Meine Ernährung vor der Diät sah so aus, dass ich mir einfach alles gönnte, worauf ich Lust hatte.“ Fast Food und Süßigkeiten waren täglich an der Tagesordnung. „Jetzt hat Gemüse bei mir den höheren Stellenwert. Es ist nicht mehr nur Beilage, sondern oft der Hauptanteil an meinem Essen.“
Trotz des ambitionierten Ziels, 60 Kilo abzuspecken, hat Stephanie auf nichts verzichtet. „Ich esse jeden Tag etwas Süßes, man muss nur darauf achten, dass die Kalorien wieder abtrainiert werden.“
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