Erfolgsstory: „Dick im Geschäft“
Das ist Sebastian aus Essen. Wenn er nicht arbeitet, stehen alle Zeichen auf „schlank“. Dreimal die Woche Fitnesstraining, dazu 15-Kilometer-Läufe und keine Fressgelage mehr wie früher, als er mit 120 kg das Haus hütete.Anzüge nur als Maßanfertigungen
Einen Anzug von der Stange zu kaufen, davon träumte Sebastian noch vor einigen Jahren. „Die Kilos haben sich bis zum Abi langsam angesammelt, bis ich schließlich 120 Kilogramm auf die Waage brachte. Hier ein paar Knoppers, da eine Pizza – ich habe jede Gelegenheit zum Essen genutzt. ‚Nein’ sagen war nicht meine Stärke.“Trotz Unzufriedenheit und blöder Kommentare von Kumpels „Du bist aber fett geworden“ hat Sebastian lange Zeit nicht die Kurve gekriegt. „Modische Kleidung war für mich tabu. Wollte ich einen neuen Anzug, musste ich zum Herrenausstatter gehen und eine Maßanfertigung kaufen. Ich bin auch nur selten aus dem Haus gegangen, was mein Problem natürlich nicht besser machte.“
Der leichte Weg: Ernährung radikal ändern
Doch von einem auf den anderen Tag stellte der Essener seine Ernährung radikal um. „Ich habe mich etwa ½ Jahr total eingeschränkt, einfach wenig gegessen und Kohlenhydrate gemieden. Das war für mich der leichteste Weg. Ich wusste: Esse ich nur einen Keks, kann ich nicht mehr aufhören.“ Diese Entwöhnung vom guten Essen zog Sebastian zunächst ohne Sportprogramm durch.Von einem, der durchgehalten hat
Vor fünf Jahren dann der Vertrag bei McFit. „Wir haben uns mit fünf Leuten angemeldet. Inzwischen bin ich davon der Einzige, der durchgehalten hat. Doch es hat sich gelohnt: In etwa 18 Monaten habe ich 34 Kilo abgenommen und dabei Muskelmasse aufgebaut. Mitte 2008 habe ich mit dem Laufen angefangen. Momentan lege ich bei einer Trainingseinheit eine Strecke von 12 bis 15 Kilometern zurück.“Ehrgeiz und ein positiver Charakter
Ob es einfach war? „Es gab harte Zeiten, in denen ich auch vier Kilo zugenommen habe, da ich Vollzeit gearbeitet und nebenbei studiert habe. Dann noch die Zeit fürs Training zu finden war nicht leicht. Vor 23:30 Uhr kam ich selten nach Hause.“Umso stolzer kann unser Workaholic daher sein, dass er die Kurve dennoch gekriegt hat. Denn in Krisenzeiten zeigt sich der wahre Abnehmwille. „Ehrgeiz und ein positiver Charakter zahlen sich, denke ich, immer irgendwann aus. Mein bester Freund und meine Eltern haben mich glücklicherweise immer unterstützt. Und meine jetzige Freundin steht voll hinter meinen vielen sportlichen Aktivitäten!“
Sebastian trainiert im McFit-Studio Bottrop.




